Auf den Spuren der Makaken

Auf den Spuren der Makaken

Auf den Spuren der Makaken

23. Woche

Freche, immer-hungrige Affen

Auf den Spuren der Makaken

Da unsere Unterkunft an den Dschungel grenzte, tauchte stets zu bestimmten Tageszeiten eine Makaken-Bande aus den Wäldern auf und durchzog das Gebiet dieser Unterkunft. Alles was in Tüten war weckte besonderes Interesse, ganz zu schweigen von Obst und Gemüse. Eine Pitahaya ist uns auf diesem Wege verloren gegangen. Aber nicht nur vor unserer Haustür, sondern auch direkt im Dschungel konnten wir diese flinken Tiere beobachten.

Gunung Raja – Der Berg der Tausend Stufen

Das Wetter schien sich zu halten und so entschieden wir uns den höchsten Berg Langkawis, den Gunung Raja zu besteigen. Mit 881m gab es einige Höhenmeter zu schrubben. Uns war allerdings nicht klar, dass der Weg ohne Serpentinen verläuft. Es geht die ganze Zeit gerade aus hoch und alles nur über Treppenstufen. Um an die Spitze des Berges zu gelangen, mussten wir 4.287 Stufen bewältigen.

Tiere im Dschungel

Auf unserer Treppenstufen-Wanderung durften wir neben interessant gewachsenen Lianen, auch einige Tiere beobachten. Zahlreiche Insekten wuselten auf dem Boden herum. Hier in den Tropen scheint alles größer zu sein: Die Kellerasseln, Ameisen, Spinnen,… Sogar die Bäume erreichen hier eine enorme Höhe, obwohl sie noch relativ jung sind. Doch es gab auch größere Tiere zu beobachten. Makaken sprangen durch die Baumwipfel, Hornbill Vögel flogen durch die Luft und waren mit ihren lauten Flügelschlägen gut zu orten. Auch die lieben, Blätter essenden schwarzen Affen, namens „südlicher Brillenlangur“ konnten wir beobachten.

Beeindruckende Aussicht von der Bergspitze

Endlich erreichten wir die Bergspitze. Wir waren total ko und enorm hungrig. Allerdings hatten wir zum Essen nur bisschen Obst dabei, was nicht den größten Energielieferanten darstellte. Aber die Anstrengung hatte sich gelohnt. Wir konnten sehr weit schauen. Die kleinen Inseln, die vor unserem Lieblingsstrand lagen sahen wir nun aus der Vogelperspektive. Nass geschwitzt ruhten wir uns ein bisschen aus, aßen unser Obst und hielten die Aussicht auf Foto und Video fest. Typisch für Berglandschaften ändert sich das Wetter schnell. Ein Gewitter zog in der Ferne auf.

Abstieg – 8.574 Stufen

Nun ging es wieder all die Stufen bergab. Irgendwann fingen wir an die Stufen zu zählen, um uns von den müden Beinen abzulenken. Unterm Strich waren es dann 8.574 Stufen, die wir an diesem Tag hoch- bzw. runter gelaufen sind. Wir waren froh und müde als wir unten angekommen sind. Auf unserem Rückweg fuhren wir mit dem Motorrad beim Nightmarket vorbei und deckten uns mit leckerem Essen ein. Das hatten wir uns heute so was von verdient. Wir nahmen das Essen mit und fuhren zum Strand. Bald würde die Sonne untergehen. Der Himmel färbte sich schon gelb bis rosa. Die wunderbare Aussicht auf das Meer und den farbenfrohen Himmel genießend, ließen wir uns unser Abendessen gut schmecken. Eine besondere Atmosphäre, alles mit der Hand aus Tüten oder Zeitungspapier zu essen und dabei den Sonnenuntergang zu beobachten.

Auf den Spuren der Makaken

Abenteuerlicher Wanderweg

An einem anderen Tag erkundeten wir einen Wasserfall (7 Walls). Von dort aus führte ein Wanderweg auf die Bergspitze. Das war unser heutiges Tagesziel. Während am Wasserfall noch einige Touristen und Einheimische waren, sollten wir bald nur noch von Urwaldbäumen und ihren Bewohnern umgeben sein. Sehr laute Geräusche drangen aus dem Dschungel und hörten sich wie eine ständig aufladende Pumpe an. Später fanden wir heraus, dass kleine Insekten dieses laute Geräusch produzieren.

Durch Bäche und kleine Flüsse

Der Weg führte durch mehrere Bäche, die unterschiedliche Größe hatten. Es war gut, dass wir nur in Flip-Flops unterwegs waren. Unsere Wanderschuhe wären schon längst nass gewesen. Als wir einen kleinen Fluss durchquerten, mussten wir unsere Füße anschließend von Blutegeln befreien. Naja, früher wurden diese Tiere in der Medizin zur Blutreinigung eingesetzt. Nach einiger Zeit stand auf unserer Handykarte „end of easy path“. Wir waren gespannt, was kommen würde. Denn der bisherige Weg würde nach deutschen Richtlinien nicht als „einfacher Weg“ gelten. Die Wege waren unbefestigt, häufig mit Wasser bedeckt und der Dschungel versuchte stets sein Territorium wieder zurück zu bekommen.

Unter umgefallenen Bäumen entlang

Als der „easy path“ endete, ging es fortan an einem Seil entlang. Die Steigung nahm zu und der Untergrund war immer noch feucht und rutschig. Das Seil war daher eine gute Unterstützung. An einer Stelle versperrte allerdings ein riesiger umgefallener Urwaldbaum den Weg. Wir umrundeten dieses Hindernis, in dem wir den Berg ein Stück weit nach oben kletterten. Auch hier war der Untergrund wieder alles andere als trittsicher. Um nicht wegzurutschen, hielten wir uns ans Lianen und Bäumen fest. Das war abenteuerlich. Zum Höhepunkt ging es dann noch unter diesem Urwald-Riesen hindurch. Hierfür mussten wir uns stark bücken, um hindurch zu „kriechen“. Aber es ist alles gut gegangen.

Wo ist der Gipfel?

Laut der Schilder sollte der Gipfel schon längst erreicht sein. Oder die Meterangaben stimmten nicht, um uns Wanderer motiviert zu halten. Da die Zeit aber schon sehr voran geschritten war, entschieden wir uns an einer lichten Stelle die Drohne hochzuschicken. Vielleicht konnten wir darüber sehen, wie weit es noch ist. Doch die Aufnahmen zeigten nur durchgängigen Urwald. Also entschieden wir uns für den Rückweg. Diesmal überquerten wir den Urwaldriesen von der unteren Seite. Das war zumindest angenehmer, als unter ihm hindurch zu kriechen.

Tolle Tour

Jonathan war schon seit längerem nur noch barfuß unterwegs, da seine nassen Füße in den Flip-Flops stets hin und her rutschten. Auch ich wechselte häufig zwischen barfuß und Flip-Flops. Der Abstieg ging zügig voran. Wir waren dankbar, dass die dunklen, bedrohlichen Wolken ihren Regen nicht über uns ausschütteten. Diese abenteuerliche Tour hat uns beiden enorm viel Spaß gemacht. Und zum krönenden Abschluss ging es wieder zum Nightmarket. Nach so einer Wanderung schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.

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